29.01.2020

Engpässe bei Prozessoren

Hewlett Packard Enterprise (HPE) informiert seine Server-Kunden, dass die Lieferschwierigkeiten von Intel bis mindestens Ende 2020 anhalten. Demnach liefert HPE die aktuellen Xeon-Prozessoren mit Codenamen Cascade Lake-SP nur mit Verzögerungen aus, weshalb der Anbieter auf Lagerbestände des Vorgängers Skylake-SP hinweist.

Intel hat, seit den anfänglichen Lieferproblemen im Jahr 2018, die Produktion hochpreisiger Xeon- und Core-Prozessoren priorisiert, da durch diese CPUs die höchsten Margen erzielt werden. Deshalb bezogen sich bisherige Berichte zu Engpässen primär auf günstigere Desktop- und Notebook-Modelle von Intel. Eine Priorisierung bei der Produktion reicht aber offensichtlich nicht aus, um Probleme zu vermeiden. Gegenüber der Webseite The Register bestätigte HPE die Engpässe .

Nicht nur HPE ist von den Engpässen betroffen, auch andere Hersteller wie Dell und Lenovo bekommen die Auswirkungen zu spüren. Denn Intel fokussiert sich zunächst auf große Hyperscaler wie Microsoft mit Azure, Google mit YouTube und Cloud sowie Android-Diensten, Facebooks riesiges Netzwerk, sowie Amazon AWS, die Custom-Prozessoren für ihre Rechenzentren und Cloud-Farmen in riesigen Mengen erhalten. Die klassischen Server-Anbieter werden somit vernachlässigt.

Intel bestätigte die Lieferprobleme bereits in einem öffentlichen Brief, in dem sie sich aufrichtig für die momentane Situation entschuldigen. Trotz aller Bemühungen konnte die Herausforderung noch nicht gelöst werden. Intel hat als Reaktion auf die anhaltende starke Nachfrage bereits Maßnahmen getroffen, um die Situation zu verbessern. So hat Intel Investitionen in Rekordhöhe getätigt, um neue Anlagen zu bauen. Ziel ist es sowohl die Produktion von 14-Nanometer-Wafern als auch die der 10-Nanometer-Chips zu steigern. Hierfür werden außerdem externe Werke beauftragt. Außerdem ist laut Intel die eigene 10-nm-Fertigung weit genug, dass bis zum Jahresende 10-nm-Xeons aus der Ice-Lake-Familie in Serie produziert werden können. So würde sich die Liefersituation rund um die 14-nm-Prozessoren zumindest entspannen.

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